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Wissenswertes Gleichrichter, Wechselrichter und andere Umformer Mit Umformen kann ein Gleichrichter (aus Wechselspannung wird Gleichspannung), ein Wechselrichter (aus Gleichspannung wird Wechselspannung) oder ein Spannungswandler (aus Gleichspannung wird wieder eine Gleichspannung, jedoch mit einer anderen Voltzahl) gemeint sein. Da in Picokraftwerken auch Wechselstromgeneratoren verwendet werden können, kommt dem Gleichrichter eine wichtige Rolle zu. So können permanent erregte Generatoren ohne verschleissbehaftete Kohlenbürsten eingesetzt werden um z.B. Batterien zu laden. Grosse Bedeutung geniesst der Wechselrichter. Sobald die Leistung vom Picokraftwerk ins öffentliche Netz gespeist werden soll oder herkömmliche Wechselstromverbraucher angeschlossen werden sollen, ist ein Wechselrichter in den meisten Fällen unumgänglich. Wechselrichter können nach ihrer Betriebsart oder nach ihrer Technologie eingeteilt werden. Es spielt z.B. eine Rolle, ob der Wechselrichter in einer Inselanlage oder im Verbund mit anderen Wechselrichtern und Netzen betrieben wird. In der Technologie unterscheiden sich die Wechselrichter bezüglich Wellenform (schöner Sinus oder nur Recheck oder etwas dazwischen).
Gleichrichter Der Gleichrichter ist eine recht einfache Einheit. Das zentrale Bauelement ist die Diode, welche den Strom nur in eine Richtung leitet. Wie oben schon erwähnt macht er aus einer Wechselspannung ein Gleichspannung, oder besser gesagt, eine pulsierende Gleichspannung. Mit dem Gleichrichter kann auf einfache Weise aus dem Wechselstromgenerator (AC-Generator) ein Gleichstromgenerator gemacht werden. Meistens werden sog. Brückengleichrichter eingesetzt, welche bildlich gesprochen die negative Halbwelle der Wechselspannung hochklappen. Um den Rippel der Gleichspannung zu verkleinern werden Filterelemente wie Kondensatoren und Drosselspulen dem Gleichrichter nachgeschaltet. Gleichrichter haben die negative Eigenschaft, dass sie einen Pulsförmigen Strom verursachen. Im Gegensatz zum Wechselrichter sind Gleichrichter sehr günstige Komponenten.
Wechselrichter (Inverter) Bei den Wechselrichtern, auch Inverter oder oder Spannungswandler genannt, muss unbedingt unterschieden werden zwischen Inselwechselrichter und Netz-Wechselrichter (Grid-Inverter). Bei einer Verwechslung muss mit fatalen Folgen gerechnet werden.
Inselwechselrichter werden dort eingesetzt, wo kein einfacher Anschluss ans öffentliche Stromnetz zur Verfügung steht. Eben wie auf einer einsamen Insel. Klassisches Beispiel in der Schweiz ist eine abgelegene Alphütte, ein Ferienhaus oder auch eine Schrebergartenhütte, welche fernab der Zivilisation den Komfort eines 230VAC-Netzes bieten will. Bei diesen Invertern wird oft die Batteriespannung angegeben, mit welchen sie betrieben werden können. Als Energiequelle dient meistens ein Solarpanel, ein Windgenerator oder auch eine Wasserturbine. Da der Wind- wie auch die Wasserturbine meistens Wechselstromgeneratoren sind, muss der Strom gleichgerichtet werden. Der Strom soll in eine Batterie eingespiesen werden. Dazu ist ein Laderegler notwendig, damit die Batterie nicht überladen wird. In einigen Windgeneratoren ist der Gleichrichter und der Laderegler gleich eingebaut. Der
Inselwechselrichter bezieht die Energie dann aus der
Batterie. Somit ist die
Eingangsspannung auch auf herkömmliche Batteriespannungen wie 12, 24 oder 48 VDC
abgestimmt.
Die Ausgangsspannung ist 230VAC 50Hz. Es sind auch Wechselrichter erhältlich, welche dann zu einem 3 Phasennetz zusammengeschlossen werden können. Der Inselwechselrichter ist so gesteuert, dass er nur gerade soviel Leistung an den AC-Verbraucher abgibt, wie dieser benötigt. Das bedeutet, dass seine Ausgangsspannung geregelt, und nicht lastabhängig ist. Verbraucher, welche mit 230VAC, also mit einem Wechselrichter betrieben werden, beziehen meist eine recht grosse Leistung. Es ist deshalb darauf zu achten, dass der Wechselrichter über eine genügend grosse Ausgangsleistung verfügt. D.h. die Ausgangsleistung des Wechselrichters, gemessen in Watt [W] oder Kilo Watt [kW] muss grösser sein als die angeschlossenen Leistung des Verbrauchers. Manchmal wird die Ausgangsleistung des Wechselrichters auch in VA (Volt-Ampere) angegeben. Die Angabe ist im Wesentlichen der Angabe in Watt gleichzusetzen. Da die in der Batterie gespeicherte Energie nicht unendlich ist, muss die Batteriekapazität und die der Ladungszustand im Auge behalten werden. Beim Betrieb eines Motors
an einem Wechselrichter, muss unbedingt der hohe Anlaufstrom beachtet werden.
Dieser kann 6 bis 10 mal grösser sein als der Nennstrom. Sollen 230VAC Verbraucher dauernd am Wechselrichter angeschlossen und eingeschaltet bleiben, muss unbedingt eine Energiebilanz gemacht werden. D.h. die durchschnittliche Leistung, welche der Batterie zugefügt werden kann durch die Solarzellen oder das Picokraftwerk, muss um einiges (mind. 20%) grösser sein, als die durchschnittliche Leistung, welche die angeschlossenen Verbraucher benötigen. Ansonsten wird die Batterie 'ausgehungert'.
Es muss nicht unbedingt ein Picokraftwerk sein, wo ein Sinuswechselrichter eingesetzt wird. Überall wo das Bedürfnis nach einer 230VAC - Stromversorgung und eine geeignete Batterie vorhanden ist, werden Wechselrichter eingesetzt. Für längere Reisen im Auto kann es hilfreich sein wenn der Laptop oder das Ladegerät für die Digitalkamera von der Batterie her geladen werden kann. Deshalb wird der Wechselrichter Piccolo von asp auch gleich mit einem Stecker geliefert, welcher in den Zigarettenanzünder passt. Bei Reiseferien mit dem Auto quer durch Südafrika oder Namibia hat sich ein kleiner Wechselrichter als sehr hilfreich erwiesen. So konnten die Akkus für den Photoapparat, MP3-Player und Natel unterwegs geladen werden. Wechselrichter ist nicht gleich Wechselrichter, auf den Sinus kommt es an. Im Wesentlichen wird zwischen Rechteck-, modifiziertem Sinus- und dem Sinuswechselrichter unterschieden. Rechteck-Wechselrichter Die Ausgangsspannung dieses Inverters ist eine Rechteckspannung mit 50Hz. Dieser Wechselrichter ist nicht mehr oft anzutreffen. Wechselrichter mit modifiziertem Sinus
Je nach Gerät, welches angeschlossen werden soll, kann es zu grossen Verlusten kommen. Weiter kann auch nicht garantiert werden, dass jedes Gerät an einem solchen Inverter einwandfrei funktioniert. Wir empfehlen deshalb, nach Möglichkeit ein Sinuswechselrichter zu verwenden.
Da es nicht so einfach ist, aus einer Gleichspannung möglichst verlustfrei einen schönen Sinus zu generieren, sind diese Geräte einiges teuerer als ein Wechselrichter mit modifiziertem Sinus.
Transformatorwechselrichter oder Hochfrequenz-Wechselrichter? Einige Wechselrichterhersteller preise die leichten Hochfrequenz-Wechselrichter als neuen Stand der Technik an. Zudem sind die Hochfrequenz-Wechselrichter oft noch günstiger als die herkömmlichen Wechselrichter mit Transformatoren und tiefer Frequenz. Der Vorteil der Hochfrequenz ist, dass der Transformator klein und damit günstiger und leichter
Der Nachteil der Hochfrequenz-Inverter sind die grossen Standby-Verluste und der schlechte Wirkungsgrad bei geringer Auslastung.
Woher kommen denn die Verluste beim Wechselrichter? Verluste entstehen vor allem in den elektronischen Bauteilen (Transistoren, FET, Gleichrichter). Um nun eine hochfrequente Übertragung zu erhalten, muss die Batteriespannung zuerst zerhackt und nach dem Trafo wieder auf eine Zwischenspannung gleichgerichtet werden. Erst danach wird der Sinus erzeugt.
Untenstehend der Vergleich der Wirkungsgrade.
Ob nun ein Trafo Wechselrichter oder ein HF-Wechselrichter eingesetzt werden soll hängt von der Anwendung ab.
Ein Hochfrequenz-Inverter macht durchaus Sinn, wenn mit der Energie nicht haushälterisch umgegangen werden muss oder der Wechselrichter im oberen Lastbereich betrieben wird. Z.B. als Stromquelle im Auto um Handys, Kameras, Laptop usw. zu laden.
In einem Ferienhaus, wo z.B. über eine Wasserturbine, Solarzellen oder Windturbine eine Batterie geladen wird, ist es sehr wichtig, dass der Wechselrichter im unteren Lastbereich einen guten Wirkungsgrad hat, damit nicht unnötig Energie verheizt wird. Der Inverter wird normalerweise so ausgewählt, dass er die Spitzenleistung decken kann. Die meiste Zeit wird er jedoch im Unteren Leistungsbereich betrieben, z.B. Licht am Abend.
Untenstehend einen typischen Verlauf, wie die Leistung bezogen wird.
Kombigeräte mit Batterielader, Solarladeregler, Booster usw. Viele Wechselrichter haben heute einiges mehr zu bieten als nur 230V am Ausgang. Bei einigen Invertern ist die Option Solarladeregler erhältlich. So kann man sich bei Solarzellen den Laderegler ersparen. Ein Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall.
Wenn zwar eine 230V-Wechselspannung, sei es ein kleiner Benzingenerator oder ein schwacher Netzanschluss, zur Verfügung steht, aber manchmal mehr Leistung benötigt wird als der Anschluss hergibt, können Batteriegestützte Systeme helfen. Einige Wechselrichter bieten ein sog. Boost-Funktion an. Solange der Leistungsbedarf aus der 230VAC-Versorgung ausreicht, wird diese einfach zu den Verbraucher durchgeschaltet. Wenn noch etwas Leistung aus dem Anschluss zur Verfügung steht, wird damit die Batterie geladen.
Sobald nun die Verbraucher mehr Leistung benötigen, als das Netz hergibt, zieht der Wechselrichter die Leistung aus der Batterie.
Selbstverständlich lässt sich die Batterie auch über Solarzellen, Wind- oder Wasserturbinen laden. So kann mit solchen Wechselrichtern auch ein eigenes kleines Stromnetz aufgebaut werden. Ideal für Entwicklungsländer oder Berggebiete.
Was ist zu beachten beim Kauf eines Wechselrichters?
Dieser Wechselrichter, auch Netzverbundwechselrichter genannt, speist die Leistung ins öffentliche Strom-Netz, eben ins Grid, wie man im Englischen so schön sagt. Er wurde für die Solarenergie entwickelt und hat auch dort seine häufigste Anwendung. Der Grid-Wechselrichter benötigt den Anschluss ans öffentliche Stromnetz, damit er funktioniert. Sobald die externe Netzspannung wegfällt, schaltet auch der Wechselrichter seinen Ausgang weg. Nur Wechselrichter, welche mit dieser Funktion ausgestattet sind dürfen ans öffentliche Stromnetz angeschaltet werden. Diese Auflage besteht aus Gründen des Personenschutzes. Es darf kein Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden, wenn die Hauptleitung des entsprechenden Feldes abgetrennt wurde. Dabei gilt es zu beachten dass diese Vorschrift für die Schweiz und Deutschland im Detail unterschiedlich ist. Das heisst die Grid-Wechselrichter für die Schweiz müssen einer anderen Norm entsprechen als Wechselrichter für Deutschland. Die
bekannten Grid-Wechselrichter sind für Solaranlagen optimiert.
Mittlerweile gibt es auch Netzwechselrichter wie der TurbinLink, welche speziell für den Betrieb mit rotierenden Generatoren entwickelt wurden. Die Geräte dieser Wechselrichterreihe verfügen über einen Ausgang, mit welchem über ein Schaltelement und einem Lastwiderstand die Leistung verheizt wird, wenn mal das Netz ausfällt oder der Generator mehr Leistung bringt, als der Wechselrichter verarbeiten kann.
Mittlerweile gibt es im Windturbinenbereich auch kleine Anlagen (Hoeisi1500Link), bei welchen auch der entsprechende Wechselrichter im Angebot enthalten ist.
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